Gerade habe ich mich mal wieder gefragt, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, Mails nicht nur „später“ aka „beim nächsten Mal wenn das Mailprogramm Mails versendet“ zu verschicken, sondern zu einem vorab definieren Zeitpunkt. Also äquivalent zum „geplanten Post“ zu einem spätern Datum im WordPress.
Nach meinem einigermaßen erfolgreichen ersten Druck will ich natürlich mehr – und brauche auch einen zweiten Druck, um den Fehler besser zu verstehen bzw. zu reproduzieren. Aber einfach nochmal den Hund oder „jetzt schon“ das Schiff 3DBenchy zu drucken ist doch langweilig, also direkt eines der Improvment-Parts. Meine Wahl fällt auf die Lüfterabdeckung.
Außerdem bin ich neugierig auf OctoPrint, das mir als sehr angenehme Variante, Druckdaten auf den Drucker zu bringen und den Drucker zu steuern, angepriesen wurde.
OctoPrint hat eine Weboberfläche und lässt damit die Abfrage der Druckerzustandsdaten und Steuerung von praktisch überall zu. Bei mir dann eher überall im lokalen Netz, da ich nicht vorhabe die WebUI im öffentlichen Internet verfügbar zu machen – wovor OctoPrint auch eindringlich warnt. Aber das reicht ja auch. Dann muss man immer zum Drucker laufen um zu gucken wie es ihm geht.
So kann ich es also nicht lassen, direkt zwei Dinge auszuprobieren – OctoPrint und einen „eigenen Druck“ (zu dem ich die gcode Datei selbst erzeuge und nicht mitgeliefert bekommen habe).
OctoPrint auf Pi geflasht (dabei das erste Mal unter Linux nicht dd sondern Etcher benutzt – als AppImage ) und eingerichtet. Parameter:
Printer settings
Form factor: Rectangular
Origin: Lower Left
Heated Bed: Yes (checked)
Width: 220mm
Depth: 220mm
Height: 250mm
Axes: Default**
Custom Bounding Box: No (unchecked)
Nozzle Diameter: 0.4mm
Number of Extruders: 1
USB Kabel verbunden und Ender eingeschaltet. Die Verbindung klappt auf anhieb und Sensordaten sind auf dem WebUI sichtbar. Wunderbar 🤩
Nun also zu der Frage, wie ich zu Druckdaten komme. Die *.stl Dateien von Thingyverse kann ich nicht direkt verwenden. Weder auf dem Drucker noch im OctoPi. Man muss eine *.gcode Datei erzeugen und das meist genannte Mittel dazu heisst Cura, genauer Ultimaker Cura und ist für alle Plattformen kostenlos verfügbar. In Cura gibt es auch ein default-Setting für den Ender-3, sodass ich dieses wähle, die .stl Datei lade und mit „Slice“ die .gcode Datei erzeugen kann ohne mich in der Tiefe mit den möglichen Einstellungen dort auseinanderzusetzen.
Diese .gcode Datei kann ich über das OctoPrint WebUI an den Ender-3 schicken und auch den Druck starten. Ich bin gespannt ob das klappt
Also, der Druck ist gestartet und OctoPrint heizt das Bett und die Düse auf und visualisiert diesen Vorgang chic in einem Graphen. Nach erreichen der gewünschten Temperaturen legt der Drucker dann los – ich bin auf das Ergebnis gespannt
Und siehe da, dieser Druck klappt wunderbar, ohne „krausen Haare“:
Das Problem ist also nicht unmittelbar reproduzierbar und ich habe eine neue Lüfterabdeckung als erstes Upgrade für meinen Drucker
Ich habe mich das ein Abenteuer eingelassen in die Welt des 3D Druck einzutauchen. Hier ein paar nützliche Links und das ein oder andere Update zu meinen Fortschritten.
Beim Leveling, dem Einstellen des Druck-Betts (es muss möglichst nahe an der Druckdüse und absolut gerade sein) habe ich die Erfahrung gemacht, das es wichtig ist, sich Zeit zu lassen und ein normales DIN A4 Blatt zu nehmen – nicht wie im Aufbau Video ein Stück von der Anleitung, das Papier ist zu dick.
Denn: Nach dem ersten Anlauf das Druckbett einzustellen und anschliessendem Start habe ich ein Foto von der ersten gedruckten Schicht an einen 3D-Druck erfahrenden Freund geschickt. Dank das geübten Auges auf der Gegenseite bekam ich prompt die Diagnose:
Hinten zu weit weg Überall zu weit weg Der Kopf muss näher ran
Also praktisch den Tipp, den Druck abzubrechen und nach einem entsprechendem Re-Leveling (mit 80g Papier) neu zu starten. Vielen Dank nochmal auf diesem Weg dafür
Und mit Hilfe der Infos aus diesen beiden Videos und dem sehr wichtigen Experten Tipp kam ich dann auch zum ersten Probedruck:
Größtenteils erfolgreich 🤩 Warum der Drucker zum Schluss kreativ wurde und statt der normalen Schädeldecke dem Hund eine Wuschel-Frisur gemacht hat, habe ich noch nicht herausgefunden. Ein erster check eines Troubleshooting Guide hat eider keine Antwort gegeben. Ich bin dennoch sehr zufrieden mit dem Ergebnis
Letzte Woche war die diesjährigeJavaLand Konferenz. Wieder eine rundum gelungene Veranstaltung mit der Öffnung der Fahrgeschäfte im Phantasialand am Dienstag Abend mit anschließender Party als Krönung. Ich konnte leider nur wenige Talks sehen, die kann ich dafür aber wärmstens empfehlen:
Videoaufzeichnungen gibt es wohl von einigen Vorträgen (da es einen Live-Stream gab), bis jetzt habe ich aber noch keine Info dazu gefunden, ob es diese denn später auch zum Nachschauen öffentlich geben wird. Zumindest kann man die Slides zu den Talk erhalten und vielleicht hat man ja Gelegenheit, die Speaker auf anderen Konferenzen zu treffen und zu sehen.
Donnerstag war dann auch noch der erste DevTreff in Siegburg, ein Meetup für Softwareentwickler. Auch dort gab es mit „AWS Migration – wie der Monolith zur Cloud kam“ von Christian Kappen und „Micro-Frontends im Rewe Shop“ von Nils Röhrig zwei sehr interessante Themen. Ich hoffe, das Meetup hat noch viele Fortsetzungen und freue mich sehr, das sich in dieser Form etwas in Siegburg regt
Was mich enttäuscht, ist aber die Nachrichtenlage. Insbesondere bei der Tagesschau, weil:
Teilnehmerzahlen werden sehr viel geringer genannt (ist scheibar aber eingängige Problem bei Demos)
obwohl in über 50 Städten demonstriert wurde, ist nur von „mehreren deutschen Städten“ die Rede
Man lässt Leute mit eindeutig einseitigen Interessen zu Wort kommen, ohne dies deutlich zu machen. So zum Beispiel Mathias Hornschuh und Charlotte Seither, die einfach als „Komponist“ vorgestellt werden, obwohl teil des Aufsichtsrat GEMA sind. Damit werden Interessen und Motivationen nicht vollständig dargestellt.
Während bei der Berichtserstattung die GEMA (s.o.) zu Wort kommt, findet man jedoch kein Interview mit Julia Reda. Ohne deren Arbeit wären die zweifelhaften Vorgänge in der EU Politik und der Bruch des Koalitionsvertrags (und damit des Wahlversprechens) wahrscheinlich deutlich weniger Beachtung gefunden hätten.
In dem Artikel von Samstag wird zwar Bundesjustizministerin erwähnt, nicht aber das sie bereits mehrmals die Gelegenheit hat verstreichen lassen, den Spuk zu beenden (und damit dem im Koalitionsvertrag festgehaltenen Wahlversprechen zu entsprechen). Die Doppelmoral, mit der SPD und CDU nun auftreten (auf der einen Seite haben die die Reform soweit gepusht und jetzt positionieren sie sich auf einmal dagegen) wird nicht in der Berichtserstattung erwähnt.
Ich hab leider den Eindruck, das gezielt Informationen weggelassen werden. Das ist sehr sehr ernüchternd, gerade weil ich die Tagesschau bisher praktisch für die letzte zuverlässige Nachrichtenquelle gehalten habe. Bei der direkten Erfahrung mit diesem Thema liegt nun nahe, das Verhalten in der Berichtserstattung auf andere Themenbereiche zu interpolieren, und dann muss man davon ausgehen das die Tagesschau ihrem eigenen Anspruch – neutral und umfassend zu informieren – nicht gerecht wird. Das stimmt mich wütend und traurig. Und enttäuscht.
Nicht nur in der Java-Welt geht es bezüglich der unterstützten und gepflegten Versionen heiss her (siehe Artikel auf dem Karakun DevHub), sondern auch bei PHP muss man da sehr genau hinschauen, das die eingesetzte (und häufig auf einem öffentlich erreichbaren Webserver genutzte) PHP Version auch noch gepflegt wird. Dazu gibt es praktischer Weise auch eine Doku-Seite: PHP: Supported Versions
Diese Woche war definitiv geprägt von der #Aritkel13 Front zur #Urheberunrechtsreform und den sich daran anschliessenden Themen zur Aufbau der Zensurinfrastruktur, die im Eintrag von letzter Woche angeschnitten wurden.
Die Spambekämpfung für den Mailserver wurde auf rspamd migriert, was einen sehr modernen und aufgeräumten Eindruck macht und sich in den ersten Tagen auch recht positiv zeigt. Motivation oder „Stein des Anstoßes“ war übrigen ein Vortrag zu rspamD auf der FrOSCon 2018.
Im Zuge dieser Migration bin ich über Mailcow gespolpert, das nach einem interessanten Projekt für ein gut handhabbares Mail-Server-Setup aussieht.
Eine gute Zusammenfassung findet sich auch im Twitter-Thread von Enno Park – eigentlich ist alles noch viel schlimmer. Es geht nicht nur im Artikel 13 und die Uploadfilter. Es geht auch um die Implementierung des in Neutschland und in anderen Ländern gescheiterten Leistungsschutzrechts für die ganze EU – ohne vorher evaluiert zu haben, was es bewirkt. Es geht um eine Umverteilung von Urhebern hin zu Rechteverwertern. Und um eine Entrechtung von Urhebern. (Es gibt einen Unroll dazu, für bessere Lesbarkeit)
Als wenn das nicht reichen würde, sind bereits weitere Schritte geplant, auf den aus der Urheberunrechtsreform resultierenden Vorschriften aufbauend die Zensurmaschine zu vervöllständigen:
Zum einen die automatische Erkennung und Unterdrückung „terroristischer Inhalte“ – als Link der Entwurf der Richtlinie (wurde bei mir mit falschem MIME-Type und ohne Dateinamen ausgeliefert, zum Lesen in .pdf umbenennen).
Und zum anderen der Vorschlag für ein Verbot von Tor, dem Netz im Netz das der anonymen Kommunikation verschrieben ist. Das lesenswerte Editorial der aktuellen c’t fasst es zusammen.
Technologie
PDF Libraries
Möchte man PDFs erzeugen, landet man im Kontext von Java sehr schnell bei iText. Aber es gibt interessante Alternativen, zwei davon sind:
Keynote, das Programm zum erstellen von Präsentationen von Apple, kann keine SVG Graphiken einbetten. Der Workaround ist, ähnlich zum seltsam anmutenden Weg, PDF zu nehmen, um SVGs als Icons in iOS Apps zu verwenden, das SVG mit Safari in ein PDF zu setzen und dieses PDF dann in Keynote zu benutzen. Jedoch nicht, wie es vielleicht naheliegend wäre über „export as PDF“, sondern über den Druckdialog und „Speichern als PDF“. Konturen gehen verloren und man kann zunächst auch keine Schlagschatten anwenden, aber man bekommt es zumindest „irgendwie“ hinüber. Und Keynote hat noch ein As zu seiner Ehrenrettung im Ärmel: Man kann bei Bildern eine Transparenzfarbe wählen und so den weissen Hintergrund transparent setzen – und schon wird der Schlagschatten auch auf die Kontur des eigentlichen Bildes angewandt.
Die „Papierkorb“ Funktion von Nextcloud ist zwar praktisch, insbesondere weil dort auch von anderen in einem geteiltem Verzeichnis gelöschte Daten zwischengelagert werden – zu sehr sollte man sich dennoch nicht darauf verlassen. Denn es gibt eine Größenbeschränkung für selbigen. Das bedeutet dann in der Praxis, das man aus dem Papierkorb nur 80% eines Verzeichnisinhaltes wiederbekommt, weil die anderen Dateien über dem Grenzwert lagen.
Also doch lieber ein richtiges Backup, zum Beispiel mit Borg. Differentiell und De-Duplizierend und Restore funktioniert auch schnell.
Vor dem Hintergrund lässt mich der Artikel zum ersten Landesregiment für den Heimatschutz erschaudern. Bis 2026 soll dann „in jedem Bundesland ein Landesregiment mit einem charismatischen Kommandeur, einer Truppenfahne und einem Verband zwischen 800 und 2000 Reservisten zur Unterstützung von Polizei und Bundeswehr in Notlagen vorhanden ist.“
Zunächst einmal ist aber wirklich absurd, das es nicht mehr Aufruhr zu dem Thema „Gruppe Hannibal“ gibt. (Seite bei bento)
Urheberrechtsreform
Und doch beschlossen – zumindest als Ergebnis der Trilogverhandlungen.
Die Geschichte mit den Bots rührt übrigens daher, das man bei der CDU der Meinung ist, das alle von GMail Konten gesendete Mails von Bots stammen würden. Begründung ist, das sich die verabschiedete Reform ja gegen Google richten würde. Schade nur, das man nicht bemerkt, das das komplett falsch ist. Google ist Anbieter der Technologie, die mit Umsetzung der Reform verpflichtend würde und zudem ein so großer Fisch das sie den Anforderungen – im Gegensatz zu vielen kleinen Konkurrenten – problemlos nachkommen könnten.
Tools
https://www.nsfwyoutube.com/ – YouTube anschauen ohne sich mit einem Google Konto anmelden zu müssen und ohne umfangreich getrackt zu werden.
Die vergangene Woche war so ereignisreich, das ich nur wenige Stichpunkte habe – der Wesentlichste ist jedoch der zur Achterbahnfahrt des Artikel 13 der Urheberrechtsreform der EU.
Leider habe ich mir dieser kürzlich 2 Probleme gehabt: Zum einen war das mitgelieferte Netzteil nicht auffindbar, zum anderen funktionierte der Akku nicht mehr. Ersteres ist bei dem Modell ärgerlicher als bei den aktuellen Modellen, weil es noch nicht über einen USB Anschluss zum Laden verfügt.
Zu erstem Problem habe ich mich an den Fatboy Support gewandt. Leider konnte man dort meiner Bitte, mit die techn. Daten des Netzteil mitzuteilen nicht nachkommen, sondern mir nur ein Angebot für ein Ersatznetzteil über 20 € machen.
1/3 des aktuellen Neupreises der Lampe für ein Netzteil auszugeben, während ich so viele Netzteile bereits habe das die Wahrscheinlichkeit sehr sehr groß ist, das sich darunter ein kompatibles finden würde, habe ich nicht eingesehen.
Zum Glück, denn kurze Zeit später fand sich das Netzteil wieder. Falls jemand diesen Artikel auf der Suche nach genau dieser Information findet: Ausgangswerte sind 0.5A bei 5V.
Das zweite Problem erklärte sich direkt nach dem Aufschrauben der Lampe: Der Akku hatte sich aufgebläht. Er trägt die Bezeichnung „ZH103048“, zu der das Internet die Werte 3.7V und 1500mAh liefert. Zum Glück hab ich noch einen Akku mit gleicher Spannung und etwas niedriger Kapazität greifbar gehabt, so dass die Lampe jetzt auch wieder bei Bedarf ohne Kabel eine Weile leuchtet