Ich bin eben über einen Vortrag gestolpert, der die Entwicklung des mobile Web, Mobiltechnologien der nahen Zukunft und das zu erwartende Marktwachstum zum Thema hat:
Dabei betrachtet der Redner „nur“ das was das Web in Zukunft an Zugriffen von mobilen Endgeräten zu erwarten hat – und verliert kein Wort über mobile Anwendungen.
Ich denke durch Smartphones, die dauerhaft online sind, sich zu unseren digitalen Assistenten aufschwingen und weitläufig akzeptiert werden, wie BlackBerrys, iPhone, (kommende) Android-Phones, etc, ist der Markt für derlei Anwendungen meiner Meinung nach nochmal beeindruckend größer. Wenn man den Markt für iPhone- und Android-Anwendungen betrachtet, braucht man auch nicht lange um das zu sehen 😉
Ich denke also, dass eine wirklich innovative oder auch einfach nur „süchtig machende“ Mobilanwendung, die die Möglichkeiten der verfügbaren Verbindungen und Informationen (in Internet, zu anderen Mobiltelefonen, Verwendung der evtl. durch das Gerät verfügbaren GPS Daten, etc.) einen wesentlich bedeutenderen Erfolg haben wird, als auf mobile Geräte optimierte Webseiten.
Möchte man eine Rails-Anwendung, wie zum Beispiel Redmine (eine Anwendung zur Verwaltung von Projekten, mit einer beeindruckenden Featureliste) unter Linux mit dem Apache 2 bereistellen, bietet sich das noch recht junge Apache Modul Passenger (aka mod_rails) an.
Für Ubuntu sind sogar mod_rails Pakete verfügbar, nach eigener Erfahrung muss ich jedoch von deren Verwendung – und das ist der Grund für diesen Blogeintrag – abraten.
Warum? In den Abhängigkeiten des Pakets wird der Apache in der Version mpm-worker verlangt. mpm-worker bezeichnet hierbei die interne Arbeitsweise des Apache und impelemtiert einen Hybrid-Webserver mit Multi-Thread und Multi-Prozess-Unterstützung, was große Performancegewinne und Skalierbarkeit verspricht. Alternativ dazu gibt es u.a. noch die Variante mpm-prefork, die einen im Voraus forkenden Webserver ohne Thread-Unterstützung bietet. Durch das Forken und die fehlende Threadunterstützung besitzt diese Varante zwar weniger Flexibilität, jedoch deutlich mehr Stabilität. Außerdem können nicht-threadsichere Module und Bibliotheken wie zum Beispiel PHP verwendet werden.
Die Verwendung von mpm-worker führte bei mir zu massiven Problemen. In meinem Fall war es ein kleiner V-Server, auf dem es zu Speicherproblemen kam, die sich folgendermaßen im Errorlog zeigten: [Thu Oct 30 19:12:52 2008] [alert] (12)Cannot allocate memory: apr_thread_create: unable to create worker thread
oder
[Thu Oct 30 19:14:22 2008] [error] (12)Cannot allocate memory: fork: Unable to fork new process
*** Exception Errno::ENOMEM in spawn manager (Cannot allocate memory - /usr/bin/apxs2 -q BINDIR 2>/dev/null) (process 29905):
from /var/lib/gems/1.8/gems/passenger-2.0.3/lib/passenger/platform_info.rb:67:in ``'
[...]
Nach einigen Versuchen, mit verschiedenen Direktiven für mod_rails/passenger dem Problem beizukommen, habe ich das Paket deinstalliert und mittels gem install passenger
passenger-install-apache2-module
wieder installiert. Gleichzeitig den Apache mpm-worker gegen den mpm-prefork getauscht, und schon läuft die Anwendung rund und ohne Fehlermeldungen oder Warnungen im Logfile.
Bei dieser Variante kann man auch problemlos PHP5 parallel auf dem selben Apache-Server nutzen.
Eine andere Variante, mpm-worker mit PHP zu nutzen ist übrigens der Einsatz von FastCGI. Dies soll der Vollständigkeit halber erwähnt sein. Allerdings hat man damit die Speicherprobleme von mod_rails/passenger noch nicht gelöst, aber vielleicht lagen diese bei mir ja auch „einfach nur“ an dem V-Server.
Sean McNeil hat Images für den Openmoko Freerunner erstellt, zum Download bereit stehen sie über sein Userprofil im Openmoko Wiki.
Da es sich hierbei nicht um die angekündigte Version von Koolu handelt, ist es nur eine Vorabversion, bei der das ein oder andere noch hakt. So scheint derzeit Wifi ebensowenig zu Funktionieren wie GPS oder der Login auf dem Freerunner mit SSH und dem USB Kabel.
Auch muss auf der SD-Karte zwingend eine ext3-Partition vorhanden sein, damit Android dort Dateien auslagern kann. (Genaueres beschreibt Sean McNeil auf der oben genannten Seite)
Schön zu sehen, das das Projekt vorran kommt, ich bin gespannt wann ich meine erste Android-Anwendung auf dem Freerunner installieren kann….
Weitere Openmoko News brachte das letzte Community Update vom Wochenende. Neben eingen Verbesserungen und Beseitigungen von störenden Fehlern wird auch der Port von Doom auf Openmoko erwähnt. Nach DukeNukem ein weiteres nettes Gimmik 🙂
Seit einiger Zeit, nicht zuletztt durch Ruby on Rails, ein weiteres Buzzword der Webtechnologien: REST.
REST bezeichnet, ganz grob gesagt, eines der Kernkonzepte des WorldWideWeb.
Was sich genauer dahinter verbirgt wird nett in How I Explained REST to My Wife erklärt. Auch wenn man REST schon kennt nett zu lesen 🙂
Google scheint wirklich den kompetten Sourcecode von Android freigegeben zu haben (Ankündigung, Quellcode). Ich bin gespannt, ob wie lange es dauert bis sich nun ein paar schlaue Köpfe finden, die das ganze auf den Openmoko Freerunner portieren.
Kurz zum Hintergrund: Android ist ein von der OpenHandsetAlliance (OHA) getriebenes Projekt, das ein Betriebsystem für mobile Endgeräte erstellt. Hinter der OHA steckt als treibende Kraft Google, das erste mit Android ausgestattete Gerät ist das G1 und wird zunächst nur in den USA durch T-Mobile vertrieben, ab November soll es auch in Großbritannien und ab 2009 im restlichen Europa verfügbar sein. Positioniert wird das G1 ausdrücklich als iPhone Konkurrent, und auch der Vertriebskanal für zusätzliche Anwendungen – den zentralen Android Market – gleicht dem AppStore von Apple (jedoch sind die Spielregeln etwas anders, aber das geht jetzt zu weit).
Google möchte damit offensichtlich seine Position als BigPlayer bei alles was mit Internettechnologien zu tun hat, festigen und ausbauen. Bei einem von-jetzt-auf-gleich Marktanteil von 4 Prozent in den USA scheint diese Ambitionen zu bestätigen.
Von der Systemarchitektur und den Konzepten die sich in Android wiederfinden bin ich sehr angetan – davon, dass Google damit (höchst wahrscheinlich) auf Datenfang (es geht um meine persönlichen Daten!) gehen will natürlich nicht. Aber es sieht ja zumindest so aus, als wenn man die Möglichkeit bekommt, das System auch in angepasster Form zu nutzen 🙂
Die Hintergründe der aktuellen Krise (ich glaub nicht so ganz dass es schon vorbei ist…) wurdengestern in einem Beitrag im Magazin PlusMinus näher beleuchtet. Und es wir deutlich gemacht, an welchen Stellen unsere Regierung daran beteiligt war, die Krise herbeizuführen.
Zum Beitrag Deregulierung als Ursache der Krise in der ARD Mediathek
Angucken und zur Meinungsbildung über unsere lieben Politiker heranziehen – bald sind wieder Wahlen!
Und Aussagen wie „Wir greifen hart durch, damit sich das, was wir jetzt erlebt haben, nicht wiederholt.“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel (vgl. tagesschau.de)klingen vor diesem Hintergrund fast schon nach Hohn.
Ergänzend dazu emphielt sich der Artikel Die Elite rettet sich selbst auf weissgarnix.de – worüber ich auch auf den Plusminus-Beitrag gekommen bin.
Alte Bauten, verlassene Reste von Zivilisation und ruinen habe eine beeindruckene und anziehende Wirkung, und so verfolge ich auch schon seit einiger Zeit die Seite opacity.us, auf der Tom Kirsch Fotografien von eben solchen Plätzen zeigt.